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Psychische Belastungsfaktoren

Seit 2013 sind Unternehmen  verpflichtet, psychische  Gefährdungsfaktoren zu ermitteln und Maßnahmen dagegen einzuleiten. Auf einer EU-Vorschrift basierend wurde der Paragraph 5 des Arbeitsschutzgesetzes erweitert. Daraus folgt, daß psychische Belastungen in gleicher Weise zu ermitteln sind wie körperliche, um sie anschließend zu minimieren. Im Fokus stehen psychische Belastungen aus Arbeitsorganisation, Arbeitsinhalt, Arbeitszeit und Qualifikation der Beschäftigten. Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um eine von vielen DIN ISO-Normen, sondern um ein Gesetz, dem sich selbst   Kleinunternehmen nicht entziehen können. Schon bald werden insbesondere Berufsgenossenschaften und Krankenkassen, die Gewerbeaufsicht und Gewerkschaften auf die Erfüllung dieser Gesetzespflicht bestehen.

Einer Organisation, die ihre psychischen Belastungspotentiale ermitteln will, bieten sich diese drei Grundverfahren an:

  1. Strukturierte Interviews mittels Fragebögen,
  2. moderierte Gruppensitzungen mit Mitarbeitern oder
  3. auf Beobachtung basierende Arbeitsablaufanalysen durch Experten.

In der Praxis werden überwiegend Fragebögen eingesetzt, die von Mitarbeitern beantwortet werden. Mehr als ein Dutzend Fragebögen, überwiegend aus dem universitären Raum, stehen zur Verfügung. Sie entsprechen den Anforderungen an empirische Erhebungsinstrumente. 

Als sinnvoll hat sich die Kombination von schriftlicher Befragung mit ergänzenden Moderationssitzungen erwiesen. Dabei dient der Workshop der Ergebnispräsentation, Ideenfindung, Ziel- und Maßnahmeplanung. Die Fotos der beschriebenen Flip-Charts und Pinnwände sind dann ein Teil der im Paragraph 6 des Arbeitsschutzgesetzes vorgeschriebenen Dokumentation. 

Der Verband für die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen untd -standards e.V. ist Ihr kompetenter Partner bei allen Fragen zu psychischen Belastungsfaktoren bis hin zur Durchführung der gesetzlich vorgeschrieben Untersuchung. 

Artikel unseres Auditors Prof. Simon zum Thema in 'QZ-online'  (hier anklicken)  
Ablauf der Untersuchung (hier anklicken)
Erfassungsbogen (hier anklicken)